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ABSCHLUSSFEUERWERK

B-Jugend: 16. Meisterschaftsspiel gegen den FC Rot-Weiß Wolgast

Artikel vom 7. Juni 2026

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    Es kann durchaus vorkommen, dass beim Boxen der vermeintlich ebenbürtige Gegner nach einer Minute auf die Bretter geschickt wird und K. o. geht. War dann das ganze Tamtam im Vorfeld, die langen Anreisewege der zahllosen Zuschauer, der gesamte organisatorische Aufwand für diese eine Minute?
    Ja, genau für diese eine Minute. Denn du hast dann nicht nur einen Sieg gesehen. Du hast einen Triumph erlebt!
    Egal, ob es Muhammad Ali vs. Sonny Liston II (1965), Mike Tyson vs. Michael Spinks (1988) oder TSG Neustrelitz vs. Rot-Weiß Wolgast (2026) ist: Es ist immer etwas Besonderes, einen Kontrahenten frühzeitig auszuknocken.


    Nach 17 Minuten traf Erik, der Vollstrecker, bereits zum 4:0 und nahm Wolgast damit den letzten Funken Selbstbewusstsein. Zuvor hatten Leandro (11. und 16. Minute) und Erik (12. Minute) schon drei Bälle versenkt.


    Zuschauer, Trainer und Spieler konnten sich nun entspannen. Leider auch, weil inzwischen – zumindest auf der Trainerbank – durchgesickert war, dass Ueckermünde wohl gegen Burg Stargard gewinnen würde und damit diese klitzekleine Hoffnung auf ein Fußballwunder – die wir zugegeben alle noch ein bisschen hatten – zunichtemachte.


    Die Jungs wussten allerdings nichts davon und spielten weiter landesligameisterlich. Der Ball lief durch unsere Reihen wie im Training, was in den meisten Fällen mit einem Torabschluss endete. Wir konnten uns die Bälle zurechtlegen, die Abwehr von Wolgast wurde Stück für Stück auseinandergenommen, und Lennys Gegenspieler ist wahrscheinlich jetzt noch damit beschäftigt, den Knoten wieder aus seinen Beinen zu bekommen.
    Da nicht jeder Schuss drin war – ich denke da an diesen Handelfmeter, den Jaime („Ich mach jeden rein“) hauchzart in eine Ecke schieben wollte, oder an Matti, der zwischenzeitlich dachte, das Tor wäre sechs Meter hoch –, stand es zur Halbzeit nur 5:0 und nicht 10:0. Das war aber auch schon der einzige Kritikpunkt.
    Die Stimmung war gut, und es wurde wild gewechselt.


    Unmittelbar nach der Halbzeit rannte Wolgast wie aufgestachelt gegen unser Tor an, bekam einen Eckball und damit ihre einzige Großchance im Spiel – und machte das 5:1! Peinlich, peinlich – und wieder ein Eckball.
    Vier Minuten später war dieses Malheur aber schon vergessen, weil Erik seinen dritten und drei Minuten später seinen vierten Treffer landete. Und als auch noch Sem endlich seinen hochverdienten dritten Saisontreffer erzielt hatte, war der Zeitpunkt gekommen, dass Finn sich noch sein Tor nehmen sollte. Er wurde in die Offensive beordert und bekam ein paar Bälle auf dem Silbertablett serviert, die er aber unglücklicherweise in echter Verteidigermanier verarbeitete.


    Am Ende hieß es 1:9 !!


    Damit schließt sich diese Saison. Versöhnlich, könnte man sagen.
    Eine Saison, in der die Mannschaft sich nach manch herbem Rückschlag letztlich mehrmals aus dem Dreck gekämpft und freigeschwommen hat. Eine Saison, in der wir gelernt haben, dass die Überlagerung einer Feldposition, das Spiel mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten, das Vertrauen in den Mitspieler und das Vertrauen in den eigenen Plan einen Flow entstehen lassen können, der zu Beginn einer Runde nicht denkbar gewesen wäre.


    Am Ende gab es vier Spiele, die so gar nicht ins Bild gepasst haben. Ein einziges Tor in einem dieser vier Spiele hätte gereicht, um nicht denkbar knapp am Ziel Meisterschaft vorbeizuschießen.


    Vielen Dank euch, Jungs, dass die meisten von euch bis zum Ende mitgezogen haben. Danke für eure aufrichtige, freundliche und – das ist für Trainer nicht ganz unerheblich – engagierte Mitarbeit.
    Danke auch an euch Eltern fürs Mitfiebern, Mitfahren, Unterstützen, Rückmeldungen-Geben, Motivieren und Freistellen der Jungs.


    Nach der Saison ist vor der Saison – Training ist am kommenden Dienstag.