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DESTRUKTIVBALL

B-Jugend: 14. Meisterschaftsspiel gegen SV HANSE Neubrandenburg 01

Artikel vom 17. Mai 2026

Der Artikel wird präsentiert von:

    Egal ob Per Mertesacker („Es ist mir völlig wurscht, wie wir weitergekommen sind. Wir sind weiter! Das zählt!“) oder die Zwillinge („Wir haben gewonnen, Männer! Weiter geht’s!“) nach dem gestrigen Spiel – Recht haben sie.
    Manchmal ist ein Sieg alles, was zählt. Besonders wenn der Gegner es gar nicht auf ein fußballerisches Kräftemessen angelegt hat.


    Ohne Trainerlegende Thoralf in die Schlacht geworfen, lief das Spiel erst wenige Minuten, da hatten wir bereits den stark verdichteten Eindruck, dass Hanse vor allem auf Zerstörung aus war. Vielleicht ahnten oder wussten sie, dass wir eine Kunstrasenmannschaft sind, und haben uns deshalb – obwohl der Kunstrasen nicht belegt war – auf diesem Acker antreten lassen. Zahlreiche Sticheleien, Kommentare und – nennen wir es mal so – Respektfouls, ob vom Feld oder von der Trainerbank, mussten unsere Jungs über sich ergehen lassen.


    Hanse, sowohl in der Punkte- als auch in der Fairnesstabelle ganz unten, spielte so, wie eine Mannschaft, die mit allen Mitteln nicht verlieren will. Wie Elia bereits vor der Partie vermutete: "Heute brauchen wir wahrscheinlich die großen Schienbeinschoner". In der ersten Hälfte agierten sie noch mit fünf Abwehrspielern, sodass sich Erik – der schon sehr früh einen Schlag gegen den Kopf abbekam – und Leandro im Zwei-gegen-fünf die Zähne ausbissen.


    Da Jaime – nominell Stürmer, Mittelfeldspieler und Verteidiger – in der Rückrunde im Dienste der Mannschaft die Torwartrolle übernommen hat, wurde im Vorfeld des Spiels ein Deal vereinbart: Sollten wir bis zur Halbzeit mit zwei Toren führen, würde er in der zweiten Hälfte draußen spielen. Wie ein kleiner Bub, der endlich seine Schultüte aufmachen darf, hat er sich gefreut, als Leon kurz vor dem Pausenpfiff eine seiner gefürchteten Raketen zündete und den Ball aus 25 Metern zum 0:2 in den Winkel zimmerte.


    Kurz zuvor war der Ball bereits Elia im Strafraum vor die Füße gefallen und dieser hatte ihn wohlüberlegt links unten eingeschoben.


    Nach der Halbzeitansprache und dem dezenten Hinweis, auf Provokationen bitte mit würdevollem Ignorieren zu reagieren, ging es – jetzt mit Arne im Tor – ansonsten weiter wie in den ersten 40 Minuten: Zweikampf, Provokation, Diskussion.


    Obwohl wir nicht nachgaben, durchaus Chancen hatten und Abwehr wie Mittelfeld sich mit Leidenschaft in jeden Zweikampf warfen, hatte Neubrandenburg nun seine stärkste Phase und traf Mitte der zweiten Halbzeit zum 1:2.


    In der Hoffnung, das Momentum zu nutzen und uns den Ausgleich zu verpassen, öffnete Hanse und verlegte einen Abwehrspieler in die Offensive. Das war wohl ein Fehler. Denn nun boten sich uns Räume und das Kräfteverhältnis im gegnerischen Hinterfeld verschob sich zu unseren Gunsten. So weit, bis Leandro in gewohnter Manier den Ball zum 1:3 abstauben konnte – ein Befreiungsschlag zur rechten Zeit.


    Hanse bäumte sich noch einmal auf, wir versuchten den Vorsprung über die Zeit zu retten. Mit dem Abpfiff durfte Neubrandenburg zwar noch auf 3:2 verkürzen, bekam aber vom Schiedsrichter keine Gelegenheit mehr zu einem weiteren Angriff.


    Nach diesem Sieg ist uns der zweite Platz – auch theoretisch – nicht mehr zu nehmen. Eine kleine Chance auf die Meisterschaft besteht weiterhin. Dafür müssen wir allerdings Ueckermünde (heim) und Wolgast (auswärts) schlagen und Ueckermünde müsste im eigenen Stadion Punkte gegen Burg Stargard lassen.
    Der Fokus liegt nun auf Samstag, den 30.05., an dem wir Ueckermünde auf heimischem Rasen zum zweiten Mal in dieser Saison schlagen werden!!