Ein Auswärtssieg!

B-Jugend: 12. Meisterschaftsspiel gegen FSV Blau-Weiß Greifswald (30.04.2026)
Artikel vom 2. Mai 2026
Der Artikel wird präsentiert von:
Jedes Spiel hat seine Vorgeschichte.
Auch die Partie gegen den FSV Blau-Weiß Greifswald war keine Ausnahme. Die große Herausforderung war zunächst, einen Termin zu finden, an dem beide Mannschaften genug Leute zusammenkratzen konnten. Und selbst dann hagelte es bis zum Tag vor dem Spiel eine Spielerabsage nach der anderen.
Kein Torwart, kein Mittelstürmer, null Reserve – das hebt die Laune!
Wir können von Glück sagen, dass wir eine hilfsbereite C-Jugend sowie Bennett und Niclas hatten. Sie haben uns schlicht und ergreifend den Popo gerettet.
Beide fügten sich nahtlos ins Team ein. Der Altersunterschied war – durch den souveränen Auftritt von Niclas und den B-Jugend-würdigen Körpereinsatz von Bennett – in keinem Moment spürbar.
Nach einer elend langen Anfahrt kamen wir mit fast schon planmäßiger Verspätung in Greifswald an und durften uns – dank der Geduld des Schiedsrichters und der gegnerischen Mannschaft – noch kurz aufwärmen.
Bei immer tiefer stehender Abendsonne wurde dann schließlich gekickt. „Fußball spielen“ wäre hier das unpassendere Wort. Denn unter „Fußball spielen“ stellt man sich vor, dass der Ball von Spieler zu Spieler gespielt wird. Ankommende Pässe hatten aber Seltenheitswert.
Es ist immer wieder auffallend, wie schwer es Mannschaften, die regelmäßig auf Kunstrasen trainieren, fällt, mit den hoppeligeren Bedingungen eines Landesliga-Rasenplatzes zurechtzukommen.
Das galt allerdings für beide Seiten.
Also: weitermachen, Duelle annehmen, reinfinden.
Und das taten wir. Da Greifswald wie wir eine fußballspielende Mannschaft ohne Hoch-und-Weit war, das Passspiel aber von beiden Mannschaften in aller Regel unterbunden wurde, musste die Zweikampfstatistik das Zünglein an der Waage werden. Diese Statistik haben wir klar für uns entschieden. Beeindruckt sahen wir, wie jeder – allen voran die Abwehrreihe aus Wodan, Finn, Matti und Moritz – jeden Kampf um den Ball annahm.
In der Folge war Elias’ Tor – schön im 16er von Leandro bedient und unten links eingeschoben – erkämpft und durchaus verdient.
Auch der Elfmeter in der letzten Minute der ersten Halbzeit wurde von Lenny erarbeitet und von Bennett kaltschnäuzig oben rechts vollstreckt.
Wenn im Spiel die Zweikämpfe den Unterschied ausmachen, sollte man hier auf keinen Fall nachlassen. Und genau das taten wir nach Wiederanpfiff. Wir gaben im körperlichen Spiel noch etwa 80 % und mussten feststellen, dass Greifswald immer öfter den Ball und mehr Sicherheit bekam, bis sie schließlich Oberwasser hatten. Der Anschlusstreffer zum 1:2 in der 67. Minute wurde für uns zum Weckruf.
Von da an wurde noch einmal nachgelegt, und Ali und Sem vergaben reinrassige Großchancen.
In der 75. Minute schoss Leandro nach einem Steckpass schließlich erst ins Tor und der Gegner sich anschließend selbst ins Knie. Leider konnte der Greifswalder Torwart seinen Frust über eine vermeintliche Abseitsstellung Leandros nicht für sich behalten und bat den jungen, aber konsequenten Schiedsrichter erst um eine Gelbe und gleich anschließend um eine Rote Karte.
Die Folge waren zwei Easy-going-Tore durch Matti und Lenny.
In der Höhe gefühlt etwas übertrieben, aber nicht völlig unverdient, wurde ein Sieg eingefahren, der unsere Auswärtsstatistik ein wenig aufpoliert hat.
Nun bleiben noch vier Spiele. Dabei werden wir gegen den 1., 3. und 4. der Liga noch auf alle direkten Konkurrenten treffen. Es wird heiß...





























