TSG hofft auf eine weitgehend sorgenfreie neue Spielzeit

11. Juli 2017
Beim Fußball-Regionalligisten TSG Neustrelitz rollt seit drei Wochen wieder der Ball. Die Vorbereitung ist in vollem Gange. Immerhin steht die sechste Spielzeit in der vierthöchsten deutschen Klasse bevor. Matthias Schütt befragte TSG-Trainer Achim Hollerieth über …
… die bisherigen Trainingseinheiten:
„Die waren bisher hart und intensiv“, sagte der TSG-Trainer. Immerhin wurden bisher schon 36 Einheiten absolviert, vorrangig auf dem Platz. In großen Teilen legte der TSG-Coach wert auf die Ausdauer, da er da in der vergangenen Saison Defizite ausmachte. Deshalb werden sowohl lange Läufe als auch Intervallläufe absolviert. Die Arbeit mit dem Ball steht aber ebenso im Fokus. „Ich bin zufrieden, wie die Spieler bisher mitziehen“, so der 43-Jährige.
… den aktuellen Kader:
Nur sechs Spieler aus der Vorsaison sind weiterhin dabei. Ansonsten wurden externe Kicker verpflichtet. Bisher neun Fußballer an der Zahl. „Natürlich willst du als Trainer so schnell wie möglich deinen Kader beisammen haben, um die Automatismen einzustudieren“, so der gebürtige Pfullendorfer.
Die Verantwortlichen bei dem Regionalligisten sind noch auf der Suche nach zwei gestandenen Innenverteidigern, einem Akteur auf der rechten Seite sowie einer Alternative im Sturm. „Wir werden aber bewusst noch ein, zwei Positionen offen lassen, da sich in der Regel am Ende der Transferperiode immer nochmal was ergibt“, so Hollerieth.
… das erste Testspiel bei Hanse Neubrandenburg:
„Ganz ordentlich“, so bewertete der TSG-Coach den 6:1-Auftakt in einer Reihe von Testspielen. Die Neustrelitzer, zum Teil mit einigen Probespielern agierend, konnten schon mit guten Spielzügen aufwarten. Geärgert hat sich Achim Hollerieth über den Gegentreffer. „Man darf das Spiel nicht über-, aber auch nicht unterbewerten. Jetzt heißt es für uns, an den taktischen Feinheiten und Abläufen zu arbeiten“, so Hollerieth.
… über die Arbeit mit dem neuen Co-Trainer Robert Gerhardt:
Seit Sommer 2017 hat der ehemalige TSG-B-Jugend-Trainer die Aufgabe von Volker Piekarski übernommen. „Robert Gerhardt bringt sich gut mit ein und wir arbeiten eng zusammen“, so der 43-Jährige. Im Trainingsbetrieb könne zudem nun auch in zwei Gruppen trainiert werden.
… den Spielplan:
Da treffen die Neustrelitzer gleich im ersten Saisonspiel auf den Vorjahreszweiten Energie Cottbus. Das ist sicherlich der Topfavorit auf Rang eins, lautet die Einschätzung von Achim Hollerieth, der sich aber auch Chancen gegen die Übermacht aus der Lausitz ausrechnet. Der TSG-Trainer erwartet in der Saison zwei Arten von Spielen. „Gegen die Topteams musst du kompakt stehen und auf Konter lauern und gegen die Teams auf Augenhöhe über Ballbesitz und Spielkontrolle zum Torerfolg zu kommen.“ Nach dem schweren Auftakt gegen die Cottbuser geht es für die Neustrelitzer auswärts zum FSV Budissa Bautzen und Ex-TSG-Trainer Torsten Gütschow.
… Ziele der Saison 2017/18 in der Regionalliga:
„Da wollen wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben und den Leuten zeigen, dass wir es besser können als in der Vorsaison“, so Hollerieth.
… den Landespokal:
Da treffen die Neustrelitzer in der ersten Runde am Wochenende des 12./13. August auf die Landesklasse-Truppe des MSV Groß Plasten. „Wir wollen soweit wie möglich kommen“, sagte Achim Hollerieth über die Zielstellung im Pokal. Zumal sich die Neustrelitzer in der vergangenen Saison mit dem überraschenden Achtelfinal-Aus in Pampow (1:3) nicht mit Ruhm bekleckert hatten.
… seine Favoriten
für den Aufstieg:
TSG-Coach Hollerieth glaubt an einen Durchmarsch von Ex-Bundesligist Energie Cottbus. Räumt aber auch dem starken BFC Dynamo Chancen ein. „Man darf aber auch Wacker Nordhausen nicht vergessen. Ebenso ist ein Überraschungsteam möglich“, so der TSG-Trainer.