Noch hält die TSG Neustrelitz an ihrem Trainer-Duo fest

11. September 2017
Nordkurier, den 11.09.2017 von Matthias Schütt
Nur drei Punkte aus sechs Spielen: Die Bilanz des Fußball-Regionalligisten sieht düster aus. Die Mannschaft ist runderneuert, doch die Ergebnisse versprechen keine Besserung zur vergangenen Saison. Nun geht es gegen das nächste Berliner Team.
Nichts wurde es für Fußball-Regionalligist TSG Neustrelitz am sechsten Spieltag gegen den Tabellenzweiten BFC Dynamo mit dem erhoffen „Dreier“. Nein, es reichte am vergangenen Freitag in der Bundeshauptstadt nicht einmal für einen Punktgewinn. Gegen formschwache Berliner, die sich scheinbar vor dem Topspiel am kommenden Sonntag gegen Spitzenreiter Energie Cottbus vor den Augen von Cottbus-Trainer Claus-Dieter „Pele“ Wollitz von Zeit zu Zeit schonten, präsentierten sich die TSG-Kicker zu harm- und vor allem planlos. Da stimmten in vielen Fällen weder die Abläufe zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen noch die Zuordnung.
TSG-Präsident lässt keine Zweifel aufkommen
Damit hält die Talfahrt der Neustrelitzer, die zuletzt am dritten Spieltag punkten konnten, an. Trotz der dritten Niederlage in Folge und Tabellenplatz 17 stärkt TSG-Präsident Hauke Runge seinem Coach Achim Hollerieth jedoch (noch) den Rücken. „Wir behalten mit unserem Trainer die Geduld, der selbstverständlich im nächsten Punktspiel auf der Bank sitzen wird“, betonte das TSG-Oberhaupt nach der Niederlage in Berlin.
Damit wollte der Neustrelitzer Präsident trotz der Negativserie keine Zweifel und Gerüchte in Richtung des Trainers aufkommen lassen, der die TSG-Truppe also auch am Freitagabend gegen den Berliner AK (Anstoß 19 Uhr/Parkstadion) betreuen wird. Da bedarf es im zweiten Match in den „Berliner Wochen“, anschließend geht es gegen Hertha BSC II, einer deutlichen Leistungssteigerung. Ansonsten wird es gegen die BAK-Truppe schwer. Deren Co-Trainer Ronny Ermel, einst Spieler bei der TSG, schaute sich ebenfalls die Partie gegen den BFC an.
Präsident stellt Einsatz der Mannschaft in Frage
„Die drei Punkte auf dem Konto sind bisher zu wenig. Das ist auch nicht schön zu reden“, so Runge und weiter. „Wir haben ein besseres Team als letztes Jahr. Gegen den BFC habe ich aber nicht gesehen, dass einige alles gegeben haben.“ Da scheint es in der Trainingswoche bei den Neustrelitzern einiges an Klärungsbedarf zu geben.
Hoffentlich fällt dies nicht so kurz aus wie das Statement von TSG-Trainer Achim Hollerieth nach dem BFC-Auftritt: „Glückwunsch an BFC Dynamo. Wir haben 4:1 verloren. Wir sind enttäuscht. Dankeschön.“ Ernüchternd dürfte der Auftritt der TSG-Truppe im Berliner Nieselregen auch für die mitgereisten Fans gewesen sein, die schon jetzt wieder mit Besorgnis an die vergangene Saison denken. Da verlor das TSG-Präsidium übrigens Ende Oktober, nach dem zwölften Spieltag, die Geduld mit dem damaligen Trainer Benjamin Duray.