Endlich lachende Gesichter in der TSG-Kabine

21. April 2017

Nordkurier, 21.04.2017 von Matthias Schütt

Nach dem ersten Heimerfolg dieser Fußballsaison sind den Neustrelitzern einige Steine vom Herzen gefallen.

Premiere im Parkstadion: Fußball-Regionalligist TSG Neustrelitz konnte erstmalig in dieser Saison ein Heimspiel gewinnen. Mit 2:0 (1:0) wurde der FSV 63 Luckenwalde bezwungen – der zweite Saisonsieg. Da gleichzeitig der Tabellenvorletzte aus Bautzen ebenfalls durch einen 2:1-Erfolg gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig drei Punkte holte, hat das Schlusslicht aus Neustrelitz bei nur noch fünf Saisonspielen weiterhin acht Zähler Rückstand.
„Wir gucken erst einmal nur auf uns und wollen in den letzten fünf Spielen noch Punkte holen. Nach dem Sieg gegen Luckenwalde fällt uns allen ein Stein vom Herzen. Es war schön in die Kabine zu kommen und lächelnde Spieler zu sehen“, so TSG-Coach Achim Hollerieth. Dabei konnte der 43-Jährige im zwölften Anlauf endlich den ersten Sieg im Amt feiern.

„Wir waren klar unterlegen und der Sieg für Neustrelitz ist hochverdient“, fasste auch FSV-Coach Ingo Nachtigall nach der Partie zusammen. Über die Osterfeiertage hatte der TSG-Coach seinen Spielern drei Tage freigegeben. „Es sollte jeder den Kopf bei seinen Familien und Freunden etwas frei bekommen. Einfach mal abschalten“, so Hollerieth, der nach der deftigen Cottbus-Pleite rund zwei Stunden mit seinen Spielern sprach, ehe die freien Tage anstanden.
Mit frischem Mut und Selbstvertrauen gingen die Neustrelitzer das Match gegen Luckenwalde an – und es wurde auch wieder ein Teamkreis vor dem Anpfiff gebildet. Immerhin zeichnete die mannschaftliche Geschlossenheit die TSG in den vergangenen, erfolgreichen Spielzeiten aus. So konnte sich der oft von seinen Teamkollegen in Szene gesetzte Solomon Okoronkwo mit zwei Toren belohnen – seine ersten Treffer im TSG-Trikot.

Aber auch Keeper Felix Junghan hatte, wie der Rest des Teams, seinen Anteil am Erfolg. Immerhin parierte der Schlussmann elf Minuten vor dem Ende bei der knappen 1:0-Führung der TSG einen Foulelfmeter. „Ich bin lange stehen geblieben und habe dem Schützen so keine Ecke angeboten. Wir haben uns endlich belohnt“, so der TSG-Torwart, der den Schuss von FSV-Schütze Kiyan Soltanpour mit dem rechten Fuß abwehrte und somit die TSG-Chance wahrte.

Mit dem Tabellenzehnten FSV Wacker 90 Nordhausen (Anstoß 13:30 Uhr/Albert-Kuntz-Sportpark) wartet nun am Sonntag wieder ein anderes Kaliber auf die TSG-Truppe. Da gilt es für die Neustrelitzer, die Konzentration hochzuhalten. Nach dem ersten Saisonsieg im vergangenen Jahr gegen RB Leipzig II (4:1) setzte es immerhin postwendend eine 0:3-Niederlage gegen den FC Schönberg. Die Mannschaft sollte also gewarnt sein.